"SINGEN WIE ELVIS? DAS wird nichts..."

 

Meine Geschichte

 

Schon früh entwickelte sich meine Leidenschaft für Musik, und Literatur – auch wenn mein Weg dorthin alles andere als vorgezeichnet war. Hätte man mich mit 13 Jahren nach meinem Berufswunsch gefragt, hätte ich vermutlich mit  „Geheimagent“ oder „Privatdetektiv“ geantwortet.

Doch eines Sonntagnachmittags saß ich mit meiner Mutter vor dem Fernseher. Wir sahen einen Film mit Elvis Presley. Beiläufig bemerkte ich, dass Sänger oder Schauspieler – vielleicht sogar beides – doch eigentlich großartige Berufe wären.

Meine Mutter lächelte und sagte:

Du und singen? Wie Elvis? Das wird nichts. Du hast ja in Musik keine so guten Noten.“

Dieser Satz blieb mir im Gedächtnis. Und rückblickend war er vielleicht der Anfang von allem.. Aus einer belächelten Idee wurde Neugier, aus Neugier Leidenschaft.

Bewaffnet Mit einem Kassettenrekorder, und selbst zusammengeschnittener Playbacks begann ich, schliesslich n einem Anflug Jugendlichen Leichtsinns meine Stimme In Eigenregie zu trainieren., In einer Zeit als YouTube, Spotify und generell das Internet noch absolute Science-Fiktion waren, eine spannende Herausforderung.

Mit 16 fühlte ich mich dann bereit für den nächsten Schritt und gründete gemeinsam mit meinem Bruder Andreas und einigen Schulfreunden unsere  erste Band Borderline. Inspiriert von Künstlern und Bands wie Jimi Hendrix, Cream, Alice Cooper, Iron Maiden, Black Sabbath und Deep Purple spielten wir Classic Rock und sammelten schnell unsere ersten Bühnenerfahrungen in lokalen Clubs und Kneipen.

Mit 18 Jahren verdiente ich mein erstes eigenes Geld und begann schließlich, professionellen Gesangsunterricht zu nehmen. Im Laufe der Zeit erhielt ich eine fundierte Ausbildung bei verschiedenen Gesangslehrerinnen und Gesangslehrern. Eine besondere Bedeutung hatte dabei die leider bereits verstorbene Brigitta Seidler-Winckler, der ich meine heutige Art zu singen im Wesentlichen verdanke.

Durch die intensive Auseinandersetzung mit den verschiedensten Stilrichtungen – von Klassik bis Pop – erkannte ich im laufe der Zeit  immer deutlicher: Singen ist weit mehr als eine gute Gesangstechnik. Die eigentliche Herausforderung beginnt oft im Inneren – im Kopf, im Körper und im Vertrauen in die eigene Stimme. Technik kann man erlernen. Aber eine Stimme wirklich zu entfalten bedeutet auch, sich selbst kennenzulernen, Ängste abzubauen und den Mut zu entwickeln, der eigenen Stimme zu vertrauen.

Vielleicht braucht es manchmal einfach einen Menschen, der nicht sagt: „Das wird nichts.“, sondern: „Lass es uns gemeinsam herausfinden.“

Genau dieser Mensch und Mentor möchte ich für meine Schülerinnen und Schüler sein.